Moselregion als Kulturhauptstadt Europas?
Schengen diskutiert über grenzüberschreitende Vision und lokales Müllproblem
Mit der Idee einer europäischen Kulturhauptstadt Moselregion befasste sich am Dienstag auch der Gemeinderat Schengen. Bevor man Position bezieht, will die Kommune jedoch zunächst die Haltung der Regierung abwarten.
Das Müllproblem an der Esplanade in Bech-Kleinmacher sorgt für Einstimmigkeit im Gemeinderat Schengen Foto: privat
Den Anstoß zur Diskussion über die Moselregion als künftige Europäische Kulturhauptstadt gab Oppositionsrat Tom Bellion. Ein Artikel im Tageblatt hatte ihn dazu veranlasst, das Thema auf die Tagesordnung setzen zu lassen. Dabei denkt er deutlich größer als nur an die Luxemburger Mosel. Für ihn könnten auch die Völklinger Hütte im Saarland sowie die Städte Metz, Saarbrücken, Trier und Luxemburg Teil eines solchen Kulturprojekts sein.
Bürgermeister Michel Gloden zeigte sich offen für die Idee, mahnte jedoch zur Vorsicht. Eine Kulturhauptstadt sei kein Projekt, das Schengen allein tragen könne. Dafür brauche es starke Partner und politischen Rückhalt. Zudem wolle man zunächst die Antwort auf eine parlamentarische Anfrage an Kulturminister Eric Thill abwarten. Sie soll Aufschluss darüber geben, wie die Regierung das Potenzial einer solchen Kandidatur beurteilt.