Max-Ophüls-Festival 

„Sawah“ – ein Lied zwischen den Fronten

Die „Überraschung aus Luxemburg“, wie sie die Festivalleitung im Dezember angekündigt hatte, ist geglückt. Das Großherzogtum ist mit „Sawah“ auf dem Max-Ophüls-Festival vertreten. Der Spielfilm vereint DJ-Kultur mit den drängenden Fragen der Zeit und läuft außerhalb des Wettbewerbs. Er steht auf der „Watchlist“. Da kommt nur drauf, was eine Zukunft im Kino verspricht. 

In „Sawah“ dreht sich alles um Musik, Identität, Flucht und Verwechslung

In „Sawah“ dreht sich alles um Musik, Identität, Flucht und Verwechslung Foto: Ricardo Vaz Palma

Ein einziges Lied hat Ibrahim, Samirs Vater, in seinem Leben geschrieben. Danach wird er Apotheker in Kairo, um die Familie zu ernähren. „Sawah“ gammelt auf einer Kassette vergessen vor sich hin. Bis der angehende DJ Samir nach dem ultimativen Mix sucht. Damit will er den „DJ World Drop Beats“-Wettbewerb in Brüssel gewinnen. Dieser ist so etwas wie der „Eurovision Song Contest“ – nur eben für DJs – und verspricht, der religiös verordneten Enge Ägyptens wenigstens zeitweise zu entfliehen. 

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