Kino
Romantik-Komödie „Anora“ von Sam Baker zu Recht in Cannes ausgezeichnet
„Anora“ von Sean Baker gewann im Sommer bei den Filmfestspielen in Cannes überraschend die Goldene Palme als bester Film des Wettbewerbs. Der spritzige und wendungsreiche Film, der die Elemente der romantischen Komödie mit denen des Sozialdramas auf spielerische Weise verbindet, läuft nun auch regulär in den Kinos.
Mikey Madison als Anora und Mark Eydelshteyn als Ivan in einer Szene aus dem Film „Anora“ Foto: Universal Pictures/dpa
Der US-amerikanische Drehbuchautor und Regisseur Sean Baker wurde bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme für „Anora“ geehrt. Es ist der erste Preis für einen amerikanischen Filmkünstler seit Terrence Malicks Auszeichnung für „Tree of Life“ (2011). Sean Baker avanciert damit zu einem immer angesagteren Post-#metoo-Autor der Peripherie Hollywoods, der seit dem Beginn seiner Regiekarriere vor allem eins gemacht hat: konsequent die Randexistenzen der USA in den Blick zu nehmen und so eine Haltung gegen die Stigmata der sozial Unterprivilegierten zu entwickeln.