Sommerserie
Reisen im Ländereck: Warum der Mensch im Naturschutzgebiet „Haff Réimech“ eingreift
In der Sommerserie „Reisen im Ländereck“ berichtet das Tageblatt über unterschätzte Orte und interessante Persönlichkeiten entlang der Mosel und der Saar. Diesmal geht es um das Naturschutzgebiet „Haff Réimech“.
Das Biodiversum wurde 2016 auf einer künstlichen Kiesinsel errichtet Foto: Editpress/Georges Sold
Die Mittagssonne brennt im Zenit, als wir Steve Jungen im Biodiversum in Remerschen antreffen. Er ist von großer Statur und trägt die sandfarbene Uniform der „Administration de la nature et des forêts“ (ANF). Dort ist Jungen u.a. für die Umweltsensibilisierung verantwortlich. Er führt uns durch das Besucherzentrum, zeigt auf ausgestopfte Wasservögel und Illustrationen von Feuchtgebieten. „Die Wildnis gibt es nicht mehr“, sagt er.
Wenn die Mosel am Fuß der Weinberge vorbeifließt, ist das ein Anblick, der malerisch wirken kann. Schnell kann dabei in Vergessenheit geraten, dass der größte Fluss Luxemburgs im vergangenen Jahrhundert zunehmend kanalisiert wurde – sehr zum Leidwesen der Umwelt und der Artenvielfalt.