Esch
Raymond Peruzzi und sein außergewöhnliches Hobby: Eine periglykophile Leidenschaft
Glykophil, periglykophil? Nie gehört! Keine Angst, es handelt sich nicht schon wieder um eine neuartige Krankheit. Um zu erklären, was sich hinter der nicht allzu geläufigen Bezeichnung verbirgt, hat das Tageblatt einen der seltenen Luxemburger Spezialisten in der Materie befragt. Der Escher Raymond Peruzzi, selbst periglykophil, gibt Aufschluss.
Raymond Peruzzi und seine imposante Sammlung Foto: Editpress/Julien Garroy
Der 83-jährige Raymond Peruzzi wirkt geistig und körperlich äußerst fit. Eine Krankheit scheint also eher unwahrscheinlich. „Man unterscheidet zwischen glykophil und periglykophil“, erklärt er mit einem verschmitzten Lächeln. „Ich persönlich bin periglykophil.“ Und die Auflösung folgt auf dem Fuße. „Als Glykophilie bezeichnet man das Sammeln von Zucker, der leidenschaftliche Sammler ist demzufolge glykophil. Zuckersammlungen umfassen meist alle Arten von Portionszucker, vom Würfelzucker über Zuckerbriefchen bis hin zu Zuckersticks, auch ‚Buchettes’ genannt. Als periglykophiler Sammler entferne ich den Zucker mittels einer aufwendigen Prozedur aus den entsprechenden Hüllen, reinige diese gründlich und bügele sie anschließend.“