Luxemburg-Stadt
Polizei veröffentlicht Zeugenaufruf nach Messerangriff am Glacis
Nach dem Messerangriff am Rande des City-Sound-Festivals am Glacis hat die Kriminalpolizei einen Zeugenaufruf veröffentlicht. Personen, die Angaben zur Tat oder zu den Verdächtigen machen können, werden gebeten, sich zu melden.
Mehrere Rettungswagen waren an dem Abend im Einsatz Foto: Vincent Lescaut/L'essentiel
Erst fielen Worte, dann blitzten Messer: Am Abend des Nationalfeiertags, dem 23. Juni, gegen 22.15 Uhr, kam es in der allée Scheffer in Limpertsberg zu einem bewaffneten Angriff. Zur selben Zeit verfolgten rund 30.000 Menschen das Konzert von OneRepublic auf dem Glacis. Nach ersten Erkenntnissen war es zu Streitigkeiten zwischen zwei Personengruppen gekommen, die in eine körperliche Auseinandersetzung übergingen. Dabei wurde ein Opfer mit einem Messer am Hals verletzt und schwebte in Lebensgefahr. Insgesamt erlitten zwei Menschen Stichverletzungen.
Polizei bittet um Hinweise
Zwei mutmaßliche Täter konnten gestellt werden. Einer der Verdächtigen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Die Ermittlungen laufen.
Die Polizei bittet nun um sachdienliche Hinweise zur Tat. Wer mit privaten Geräten Fotos oder Videos von der Tat oder den Verdächtigen aufgenommen hat, kann diese über die Upload-Plattform der Polizei bereitstellen. Sonstige zweckdienliche Informationen (ausgenommen Dateien) nimmt die Kriminalpolizei per E-Mail unter spj.ip-info@police.etat.lu entgegen.
Wurden Festivalbesucher kontrolliert oder nicht?
Um den genauen Tatort und die Sicherheitsvorkehrungen war nach dem Festival eine Diskussion entstanden. Hauptstadt-Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) betonte, der Angriff habe sich nicht auf dem Festivalgelände ereignet. Die Gäste seien am Eingang abgetastet und mit Metalldetektoren kontrolliert worden. Mehrere Festivalbesucher widersprachen dieser Darstellung gegenüber dem Tageblatt: Acht von ihnen gaben an, beim Betreten des Geländes nicht mit dem Metalldetektor kontrolliert und teilweise auch nicht abgetastet worden zu sein.