Medienbericht
Polizei leitet Disziplinarverfahren gegen ehemaligen Kripochef ein
Die Luxemburger Polizei hat ein Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Kripochef Steve Schmitz eingeleitet. Ermittlungen der Justiz waren zuvor eingestellt worden.
Steve Schmitz auf einem Archivbild aus dem Jahr 2013 Archivfoto: Editpress/Hervé Montaigu
Gegen den ehemaligen Leiter der Luxemburger Kriminalpolizei „Police judiciaire“, Steve Schmitz, wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Das berichtet das Reporter.lu. Laut dem Rechercheportal wird Schmitz von der Generaldirektion der Polizei verdächtigt, Arbeitsstunden verbucht zu haben, die er nicht geleistet hat. Zudem soll es in dem Verfahren auch um mutmaßliche Belästigung und weitere Vorwürfe gehen.
Ermittlungen der Jusitz seien zuvor ohne strafrechlichte Konsequenzen eingestellt worden, es habe nur eine Verwarnung gegeben. Dies sei innerhalb der Polizeiführung negativ aufgenommen worden, heißt es bei Reporter.
Schmitz selbst räumt gegenüber dem Portal „Fehler bei der Nutzung der Zeiterfassungssoftware“ ein, bestreitet aber böswillige Absicht.
Schmitz (55) war von 2018 bis 2024 Chef der Kriminalpolizei. Wie das Wort Ende 2024 berichtete, trat Schmitz „aus persönlichen Gründen“ zurück und übernahm danach eine Stelle in der Logistikabteilung der Polizei. Laut Reporter ist Schmitz seit zwei Monaten im Ruhestand.