Mieten in Luxemburg
Ohne Strom, ohne Wasser, ohne Ausweg: Das Leben in Luxemburgs Kaffeezimmern
Ein verfallenes Gebäude, ein untergetauchter Vermieter und zwei Männer, die nicht wissen, wie es weitergehen soll: Der Fall rund um das „Café Lakert“ zeigt, wie kompliziert Mietverhältnisse werden können und wie wenig Mieter geschützt sind.
Chris Evans lebte jahrelang zur Miete über der Kneipe. Im Mai wurde der Strom abgestellt. Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Wir treffen den Mieter Chris Evans am 8. Dezember gegen Mittag. Es nieselt bei zwölf Grad. Im Haus ist es feucht und wesentlich kälter als draußen. Dutzende Briefe ragen eingeklemmt aus einem Türspalt. Die Briefe stammen unter anderem von Gerichtsvollziehern und Behörden. Sie sind an die Gesellschaft RGLE S.àr.l. gerichtet. Diese steht hinter dem verwahrlosten „Café Lakert“ und der Untervermietung von Kaffeezimmern über der Kneipe. Evans zeigt in einen dunklen Raum. Erst im Licht der Taschenlampe zeigt sich die Silhouette der aufgegebenen Küche.