Kinofilm
Niete auf dem Nil: Der neue Hercule Poirot kann trotz glanzvollen Settings nicht überzeugen
Nach „Mord im Orient-Express“ hat der Regisseur Kenneth Branagh nun mit „Tod auf dem Nil“ den zweiten Krimi um das belgische Detektivgenie Hercule Poirot herausgebracht. Wie sein Vorgänger ist der Film jedoch ein Schlag ins Wasser.
Simon Doyle (Armie Hammer) und Linnet Ridgeway (Gal Gadot) verbringen ihre Flitterwochen in Ägypten Foto: 20th Century Fox/dpa/Rob Youngson
Wie Dominosteine fallen sie: die Mitglieder der Partygesellschaft, die auf einem Luxusdampfschiff in Optik eines mondänen Mississippi-Dampfers den Nil entlang schippern. Die abscheuliche Bilanz nach über zwei Stunden Krimi-Action lautet: fünf Tote, vier wurden mit Schusswaffe niedergestreckt und einem mit einem Skalpell den Hals aufgeschlitzt. Ja, gar grausam geht es zu auf dem Deck des Wasserfahrzeugs, auf dem laut der frischvermählten und steinreichen Linnet Ridgeway-Doyle (Gal Gadot) so viel Champagner gehortet wurde, dass „man damit den Nil auffüllen könnte“.