Gesprächsbedarf
Neue Konvention beim TICE: Alle einsteigen, außer die Gewerkschaften
Den öffentlichen Transport im Süden besorgt seit 110 Jahren das TICE. Damit das auch so bleibt, braucht es dieses Jahr eine neue Konvention zwischen dem interkommunalen Syndikat und dem Luxemburger Staat. Die Gewerkschaften fürchten ein Spardiktat zulasten der rund 500 Beschäftigten. Sicher sind sie nicht, denn zu den Gesprächen wurden sie ausgeladen.
Die alte Tante aus dem Süden: Am 19. Mai wird das TICE-Syndikat 110 Jahre alt Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi
Théo Schickes ist Personaldelegierter des FGFC beim TICE – und er ist wütend. Der Vertreter der Kommunalbeamten wollte am Montag nämlich die zuständige Ministerin Yuriko Backes (DP) treffen, zusammen mit seinem Pendant vom OGBL und dem Verwaltungsrat des TICE. Aber Pustekuchen: Die Transportministerin hat die Gewerkschaftler vergangenen Freitag kurzfristig ausgeladen. Von einem „gebrochenen Versprechen“ spricht Schickes und macht seinem Unmut in einer Pressemitteilung am Montagmorgen Luft. „Es ist bedauerlich, dass sich die Transportministerin offensichtlich nicht bewusst ist, wie ernst die Lage ist.“ Denn der Grund für das Treffen ist nicht banal: Es geht um die finanzielle Zukunft des Syndikats, das den öffentlichen Transport im Süden des Landes organisiert.