Lëtzebuerger Guiden a Scouten
Neue Führung der LGS setzt auf Jugend, Gruppen und Ehrenamt
Die „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“ haben eine neue Verbandsspitze gewählt. Das fünfköpfige Team will die örtlichen Gruppen stärken, junge Mitglieder stärker einbeziehen und das Ehrenamt fördern.
LGS-Kongress am Sonntag Foto: Mike & Max Kremer
Die „Lëtzebuerger Guiden a Scouten“ (LGS) gehen mit einer neuen Führung in die kommenden drei Jahre. Beim Kongress und „Chefdag“ wählten am Sonntag 450 ehrenamtliche Mitglieder das Leitungsteam für die Amtszeit von 2026 bis 2029.
An der Spitze stehen künftig Cathy Weber als Generalkommissarin und Charles Majerus als Generalkommissar. Zum Team gehören außerdem Aurélie Dell, Charel Donven und Xavier Létalon. Gemeinsam haben sie fünf Schwerpunkte für ihre Amtszeit festgelegt.
Neues Führungsteam: Cathy Weber, Charles Majerus, Aurélie Dell, Charel Donven und Xavier Létalon (v.l.) Foto: LGS
Das Motto lautet: „Mir wuessen zesummen.“ Dahinter steht vor allem das Ziel, die örtlichen Gruppen besser zu unterstützen. Sie sollen die notwendigen Mittel erhalten, um Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 23 Jahren ein abwechslungsreiches und hochwertiges Programm anbieten zu können.
Eine wichtige Rolle spielen dabei gemeinsame Lager und Veranstaltungen. Mindestens einmal im Jahr soll ein nationales Lager stattfinden. Dort können sich Mitglieder aus verschiedenen Teilen des Landes kennenlernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Zeit verbringen.
Wechselnde Jahresthemen
Das Motto wird während der dreijährigen Amtszeit durch wechselnde Jahresthemen konkretisiert. Zunächst steht der Zusammenhalt im Mittelpunkt. Im zweiten Jahr dreht sich alles um die „gute Tat“. Das dritte Jahr wird dem Ehrenamt gewidmet.
Zudem sollen junge Mitglieder stärker in Entscheidungen und in die Gestaltung des Verbandslebens einbezogen werden. Die örtlichen Gruppen bilden nach Ansicht der neuen Führung das Fundament der LGS. Sie sollen sich gegenseitig helfen und bei Problemen auf die Unterstützung des nationalen Verbandes zählen können.
Schließlich wollen sich die Pfadfinder häufiger zu gesellschaftlichen Fragen äußern, die Kinder und Jugendliche betreffen. Gleichzeitig soll deutlicher werden, welchen Beitrag die Bewegung zum Zusammenleben leistet.
Mit 5.815 Mitgliedern sind die LGS nach eigenen Angaben die größte Jugendbewegung Luxemburgs. Mehr als 1.000 ausgebildete ehrenamtliche Leiter begleiten junge Menschen bei ihren Aktivitäten. Dabei geht es nicht nur um Lagerfeuer, Wanderungen und Abenteuer, sondern auch darum, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.