„Escher Déierepark“
Neue Baumhäuser geplant: „Maisy aus dem Kuelebierg“ bekommt neue Nachbarn
Der Escher Tierpark plant drei neue Baumhäuser und ein weiteres Gehege. Über die künftige Tierart im Eingangsbereich wird noch geschwiegen – Parkleiterin Anne Meyers erklärt jedoch, warum der Ausbau notwendig ist.
In der Nachbarschaft der bestehenden Baumhäuser ziehen bald neue Bewohner ein Foto: Editpress/Alain Rischard
Der „Escher Déierepark“ plant in den kommenden Jahren mehrere Erweiterungen. Vorgesehen sind unter anderem drei zusätzliche Baumhäuser. Mehr lasse das Gelände nicht zu, erklärt Parkleiterin Anne Meyers. Gedacht sei an unterschiedliche Größen: Häuser für vier bis sechs Personen. Erstmals werde zudem geprüft, ob eines der neuen Baumhäuser für Gäste mit Haustieren geeignet sein könnte. „Das war wegen Allergikern bislang nicht möglich“, sagt Meyers.
Die neuen Unterkünfte sollen in einen bestehenden Bereich integriert werden. Konkret ist vorgesehen, das Rotwild-Gehege umzubauen und dort die zusätzlichen Baumhäuser zu errichten. „Wir rechnen damit, dass die neuen Baumhäuser in etwa drei Jahren bezogen werden können“, so Meyers. Während der Bauphase bleibe der Tierpark geöffnet – der Zugang wird so angepasst, dass Besucher den Park weiterhin normal nutzen können.
Anne Meyers ist Verantwortliche des Escher Tierparks Foto: Editpress/Nancy Lambert
Maisy, Mia und Dr. Dachs
Ein zentrales Element der Baumhäuser ist ihr erzählerisches Konzept. Jedes bestehende Haus ist einer fiktiven Figur gewidmet: „La maison de Maisy aus dem Kuelebierg“, „La maison de Mia Morilla“ und „La maison du Dr. Dachs“. Fernseher gibt es keine, stattdessen Gesellschaftsspiele. „Man soll als Familie zusammenkommen“, sagt Meyers.
Für die geplanten neuen Baumhäuser gebe es bereits Ideen, feste Namen oder Figuren jedoch noch nicht. „Das entsteht im Laufe des Prozesses – beim Planen der Ausstattung und beim Bauen.“
Parallel dazu ist im Eingangsbereich des Parks ein neues Tiergehege geplant. Dieses soll eine Wasserfläche beinhalten und sei technisch anspruchsvoll. Um welche Tierart es sich handeln wird, darüber möchte Meyers noch nicht reden. „Wir sind guter Dinge, dass es klappen wird und freuen uns schon“, so die Parkleiterin. Der Ausbau erfolge schrittweise, zunächst mit technischen Leitungen und Umzäunungen, die den Besuchern neue Einblicke ermöglichen sollen.
So soll das renovierte Rotwild-Gehege mit den integrierten, neuen Baumhäusern aussehen Grafik: Escher Déierepark
Der Ausbau ist aus Sicht von Anne Meyers notwendig, um den Park langfristig zu erhalten. „Ein Park darf nicht stehen bleiben. Man muss regelmäßig renovieren, anpassen und weiterdenken“, sagt Meyers. In den vergangenen Jahren sei eine gewisse Infrastruktur aufgebaut worden, ebenso habe sich das Team vergrößert. Heute arbeiten unter anderem vier Tierpfleger, zwei Handwerker, ein Café-Team sowie zwei Personen an der Rezeption im Park. Viele Aufgaben würden polyvalent übernommen, Flexibilität großgeschrieben.
Der Zauberbleistift
So sollen die geplanten Baumhäuser voraussichtlich aussehen Grafik: Escher Déierepark
Die geplanten Maßnahmen bauen auf einem Projekt auf, das sich Meyers zufolge seit Jahren als erfolgreich erwiesen hat. Die Baumhäuser wurden 2018 eröffnet, nachdem bereits ein Jahr zuvor das Baumhauscafé in Betrieb gegangen war. Anfangs nutzten vor allem Escherinnen und Escher das Angebot, insbesondere während der Pandemie.
Heute sei das Publikum deutlich breiter: Familien aus der Schweiz, Deutschland und Belgien. Großeltern mit Enkelkindern, aber auch junge Paare.
Gebucht werde vor allem in Schulferien und an Wochenenden, die Häuser seien ganzjährig nutzbar. „Jede Jahreszeit hat ihren Charme“, sagt Meyers. „Sie sind gut isoliert und beheizt, Stornierungen sind bis acht Tage vor Anreise möglich.“
Begleitet wird das Konzept von Anfang an von einer spielerischen Ebene – der Geschichte des sogenannten Zauberbleistifts mit Samen, aus dem der Legende nach die Baumhäuser gewachsen sind. Am Tag der Baumhauscafé-Eröffnung erhielten die Besucherinnen und Besucher einen solchen Zauberbleistift. Das Feedback: „Bis jetzt ist zwar noch kein Baumhaus gewachsen“, so Meyers, „aber dafür Tomaten, Sonnenblumen und Vergissmeinnicht.“