Esch

Nein zum Leerstand: Protestaktion von „déi Lénk“ vor dem alten Steuerbüro

Nein zum Leerstand: „déi Lénk“ hat am Samstag vor dem alten Steuerbüro in Esch eine Protestaktion organisiert und dabei den politisch Verantwortlichen auf nationaler und lokaler Ebene Versagen in der Wohnungskrise vorgeworfen.    

Zu einer Protestaktion hatte „déi Lénk“ aus Esch am Samstag aufgerufen

Zu einer Protestaktion hatte „déi Lénk“ aus Esch am Samstag aufgerufen Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Der Ort war nicht zufällig gewählt. Rund 20 Menschen versammelten sich am Samstagmorgen vor dem alten Büro der Steuerverwaltung in der Xavier-Brasseur-Straße. Seit 2017 steht das Gebäude leer. Dabei könnten hier 30 Wohnungen geschaffen werden, schließlich stehen rund 1.500 Quadratmeter zur Verfügung.  Für Gemeinderätin Line Wies ein Unding: „Die Spekulation auf leeren Immobilien ist in Luxemburg eine gängige Praxis. Sie wird von den politisch Verantwortlichen durch steuerliche Vorteile sogar noch unterstützt. Das ist ein politischer Skandal.“ Denn gleichzeitig tobe die Wohnungskrise. Viele Familien könnten sich keine Bleibe mehr leisten, Menschen müssten auf der Straße schlafen, die Wartelisten für Sozialwohnungen würden explodieren und Löhne reichten gerade mal aus, um den Wohnkredit zu bedienen. Für Wies ist klar, dass der Staat und die Gemeinden vor dieser Krise kapitulierten.    

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