Guilty Pleasures

Nazijagd jenseits des guten Geschmacks? – David Weils Serie „Hunters“

Die Nazijäger-Serie „Hunters“ mag in ihrer Ausführung nur mittelmäßig sein, sie hat jedoch eine Diskussion darüber eröffnet, inwiefern Kunst und Popkultur den Holocaust entfremden dürfen und wie diese zu einer Erinnerungskultur beitragen können. Ausgelöst wurde die Kontroverse durch die Gedenkstätte Auschwitz, welche die fiktive Darstellung als „Karikatur“ des Grauens verurteilte. Dass die Serie dabei jedoch auch die moralische Gesinnungslosigkeit der USA entlarvt, geht in der Diskussion verloren.

Jonah Heidelbaum (Logan Lerman) ist das jüngste Mitglied der von Meyer Offermann (Al Pacino) gegründeten Nazijägertruppe

Jonah Heidelbaum (Logan Lerman) ist das jüngste Mitglied der von Meyer Offermann (Al Pacino) gegründeten Nazijägertruppe Foto: Amazon/Christopher Saunders

„Die beste Form der Rache? Rache!“ – Unter diesem Credo stellt der Auschwitz-Überlebende Meyer Offermann (Al Pacino) eine Nazijägertruppe auf die Beine, um im Amerika der 1970er-Jahre untergetauchte NS-Verbrecher aufzusuchen und umzubringen. Jüngstes Mitglied des Rächerclans ist der jüdische Teenager Jonah Heidelbaum (Logan Lerman), der allerdings mit den Foltermethoden seiner Kollegen hadert.

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