Internationaler Tag der Sternenkinder

Nach Totgeburt: Wie eine 42-Jährige anderen Betroffenen Mut macht

„Die Welt stand still.“ So beschreibt Corinna Hansen-Krewer (42) die Zeit nach der Totgeburt ihres Sohnes Jonathan. Er ist ein Sternenkind. Sie erlebt damals überfordertes medizinisches Personal. Gleichzeitig ist sie selbst im Ausnahmezustand. Seitdem engagiert sie sich für Mütter von Sternenkindern.

Viele Frauen haben keine oder zu wenig emotionale Begleitung bei Tot- und Fehlgeburten

Viele Frauen haben keine oder zu wenig emotionale Begleitung bei Tot- und Fehlgeburten Foto: Corinna Hansen-Krewer

Corinna Hansen-Krewer wünscht sich eine kinderreiche Familie. 2011 wird ihr erstes Kind geboren, ein gesunder Junge. 2017 wird sie erneut schwanger. Alles läuft gut, bis zehn Tage vor dem offiziellen Entbindungstermin. Sie spürt heftige Bewegungen in ihrem Bauch und dann nichts mehr. Stille. Heute weiß sie, dass ihr ungeborener Sohn vermutlich auf die Nabelschnur gerutscht ist und sie abgeklemmt hat.

Die Versorgung des Kindes ist unterbrochen. „Es war ein Unfall im Mutterleib“, sagt sie. In der Klinik können am Tag danach keine Herztöne mehr festgestellt werden. Sie hat es zwar gespürt und trotzdem ist die Erkenntnis ein Schock. Sie entscheidet sich dafür, das Kind normal zur Welt zu bringen.

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