Vianden
Nach Jahren des Leerstands beginnt für das Hotel Oranienburg ein neues Kapitel
Seit 2013 wurde spekuliert, was aus dem ehemaligen Hotel werden könnte. Nun zeigt das Pre-Opening: Das Comeback hat Potenzial.
Seit 2013 war das Hotel geschlossen, am 7. April soll es wiedereröffnen Foto: Editpress/Julien Garroy
Zu seinem Geburtstag, am 22. März, hat Pascal Zimmer sich ein Hotel geschenkt: das Oranienburg in Vianden. Am Sonntag war Pre-Opening. Teile des Gebäudes reichen bis um 1850 zurück. Seit 2013 stand das weit über Luxemburg hinaus bekannte Hotel-Restaurant leer. Über Jahre wurde gemunkelt, was in das markante Haus direkt unterhalb des Schlosses einziehen könnte. Vieles war denkbar, nichts wurde konkret. Bis der Unternehmer aus dem Süden des Landes kam und die Rückkehr einer Ikone ankündigte.
Skeptiker wurden am Sonntag eines Besseren belehrt. Für das Hotel Oranienburg beginnt ein neues Kapitel. „Ist da Leben im Oranienburg?“, fragten Passanten auf dem Weg zum Schloss.
Die Antwort lautet: ja. Es bewegt sich etwas in Vianden. Für die Stadt ist das Ende des Stillstands gerade an dieser prominenten Stelle wichtig. Auf vielen Ebenen versucht die Touristenhochburg, an glanzvollere Zeiten anzuknüpfen. Dazu gehören vor allem das wiedereröffnete Freibad, die geplante Jugendherberge in der Trinitarier-Kirche und Investitionen in die Campinganlagen. Und nun das Oranienburg.
Keine Abrissbirne wurde an das Gebäude und seine von Erinnerungen durchdrungenen Mauern gelegt. Kreativität, Respekt und Feingefühl waren die Baumeister.
Pascal Zimmer: Ein Hotel zum Geburtstag Foto: Editpress/Julien Garroy
Die Brasserie Foto: Editpress/Julien Garroy
Ein Labyrinth
Was vor Monaten wie ein Versprechen und leicht utopisch klang, ließ sich am Sonntag beim Pre-Opening mit allen Sinnen spüren. Mit dem Auftakt wurde eine neue Phase ganz konkret. Das Oranienburg zeigt sich als ein Ort im Werden: ein Labyrinth aus Gängen und Zimmern. Ein Hotel, Motel, Appartement, Garten und Espresso-Bar. Die Brasserie soll in zwei bis drei Wochen eröffnen, heißt es.

Piet Mondrian stand Pate Foto: Editpress/Julien Garroy

Mit Freddie auf die Chaiselongue Foto: Editpress/Julien Garroy

Zeitloser Charme Foto: Editpress/Julien Garroy
Pascal Zimmer bewahrt, was da ist, und schafft zugleich Neues. Sichtbar wird nun auch, was aus all den Dingen geworden ist, die er bei seinen zahlreichen Flohmarktbesuchen zusammengetragen hat. Viele dieser Fundstücke haben hier nun ihren passenden Platz gefunden. Es wirkt beinahe so, als habe ihm das Projekt Oranienburg immer schon vorgeschwebt.
Die offizielle Eröffnung mit vorerst nur einem Teil der Zimmer ist für den 7. April geplant. Ein Comeback mit Potenzial.

Der Mensch im Weltenmeer Foto: Editpress/Julien Garroy

Garten mit Aussicht Foto: Editpress/Julien Garroy

Fundgrube für Vintage-Liebhaber Foto: Editpress/Julien Garroy

Ein Schlüsselerlebnis Foto: Editpress/Julien Garroy