Abwassersyndikat

Mitarbeiter soll 73.000 Euro veruntreut haben – Siden schaltet Justiz ein

Ein Mitarbeiter des Luxemburger Abwassersyndikats soll 73.000 Euro veruntreut haben. Das Siden hat die betroffene Person suspendiert und die Justiz eingeschaltet.

Bankkonten-Hacking: Über 70.000 Euro verschwinden von Siden-Konten

Mehr als 70.000 Euro sind von den Konten des Siden verschwunden Symbolfoto: Freepik/pvproductions

Ein Mitarbeiter des „Syndicat intercommunal de dépollution des eaux résiduaires du nord“ (Siden) soll Gelder veruntreut haben. Wie Radio 100,7 zuerst berichtete, sind 73.000 Euro von den Konten des Syndikats verschwunden. Der Präsident des Siden und Bürgermeister der Gemeinde Feulen, Fernand Mergen, bestätigte den Vorfall gegenüber 100,7.

„Nach einer internen Überprüfung des Siden am 10. März 2026 ist aufgefallen, dass es Unregelmäßigkeiten auf den Bankkonten des Abwassersyndikats in den Monaten Februar und März 2026 gegeben hat“, heißt es auch in einer Pressemitteilung des Siden vom Samstag. Noch am selben Tag seien die notwendigen Schritte für ein Verwaltungs- und Strafverfahren eingeleitet worden. Die Bankkonten wurden zudem laut Schreiben vorübergehend gesperrt und Zugänge entzogen. Die Gemeindedelegierten und jeweiligen Schöffenräte aus den Mitgliedsgemeinden seien unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten informiert worden.

Am Samstagmorgen tagte hinter verschlossenen Türen ein Dringlichkeitsausschuss, um die erforderlichen Maßnahmen für die Fortführung der zentralen Aufgaben des Syndikats zu sichern. „Die Akten liegen nun beim Staatsanwalt und beim Disziplinarkommissar, um die notwendigen Analysen und Folgemaßnahmen durchzuführen“, schreibt das Siden. Weitere Informationen würden „zu gegebener Zeit“ mitgeteilt. Zusätzliche Auskünfte wollte der Verband auf Nachfrage vom Tageblatt nicht geben.

Das Siden ist der gemeindeübergreifende Abwasserverband des Nordens Luxemburgs. Er wurde 1994 gegründet und kümmert sich um die Ableitung, Reinigung und Entsorgung von Abwasser in 34 Mitgliedsgemeinden mit 83.688 Einwohnern auf einer Gesamtfläche von insgesamt 1.075 Quadratkilometern. Das Syndikat verwaltet 79 biologische und 33 mechanische Kläranlagen. (les)

1 Kommentare
Otto 15.03.202608:39 Uhr

Wien derbei ass,deen seent séch,
vieilleicht wor deen Beamten ënnerbezuelt.

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