19. Architekturbiennale Venedig

Mit Künstlicher Intelligenz gegen den Klimawandel

Bei der 19. Architekturbiennale in Venedig geht es viel um Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenzen. Innovation und Fortschrittsglaube werden großgeschrieben. Welche Pavillons stechen besonders hervor?

Der deutsche Pavillon „Stresstest“ bei der 19. Architekturbiennale in Venedig

Der deutsche Pavillon „Stresstest“ bei der 19. Architekturbiennale in Venedig Foto: Anina Valle Thiele

„Um einer brennenden Welt zu begegnen, muss die Architektur die gesamte Intelligenz um uns herum nutzen“, so Carlo Ratti, Kurator der 19. Architekturbiennale von Venedig. Die Architektur müsse „flexibel und dynamisch“ werden. Ratti, geboren 1977 in Turin, ist seit langer Zeit der erste Italiener in dieser Verantwortung. In seiner Auswahl sahen viele Kritiker ein Zeichen für den Kurs der rechtspopulistischen Kulturpolitik Melonis ... Beim Gang durch die Biennale erscheint es jedoch plausibler, Ratti, der in Turin und Paris studiert hat und im englischen Cambridge promoviert, eher als Vertreter eines vorgeblich weitgehend politikfreien wissenschafts- und technikzentrierten Mainstreams zu sehen. Seine Entscheidung, die Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk an die US-amerikanische Philosophin Donna Haraway und (posthum) an den italienischen Architekten Italo Rota zu verleihen, zeigt vielleicht am ehesten sein Wesen. Exzellenz verpflichtet nun mal. Aber verpflichtet es auch zum unbedingten Fortschritt(s)glauben durch KI?

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