Bis zu 19 Grad
Mildes Frühlingswetter in Luxemburg hält noch an, doch ein Umschwung rückt näher
Ein kräftiges Hochdruckgebiet hält weiterhin viele Tiefdruckgebiete auf Abstand, sodass sich die frühe Frühlingsphase zunächst verlängert. Erst ab der neuen Woche könnten sich langsam wieder unbeständigere Tendenzen zeigen.
Ab Sonntag wird der Weg für atlantische Störungen frei Foto: Editpress/Julien Garroy
Die aktuelle Großwetterlage wird nach wie vor von einem ausgeprägten Hochdrucksystem geprägt, dessen Zentrum über Osteuropa liegt und das sich bis in den Balkanraum erstreckt. Gleichzeitig werden Tiefdruckgebiete über den Atlantik oder weit nördlich um dieses Hoch herumgeführt. Dadurch bleibt Mitteleuropa weitgehend von größeren Störungen verschont.
Auch am Wochenende wirkt dieses stabile Muster noch. Der Hochdruckeinfluss schwächt sich zwar ab Sonntag leicht ab, dennoch machen die meisten Tiefdruckgebiete weiterhin einen großen Bogen um Luxemburg. Erst zu Beginn der neuen Woche könnten sich deutlichere Anzeichen für einen Wetterumschwung zeigen.
Die Luftmassen bleiben dabei weiterhin ungewöhnlich mild für die Jahreszeit. Besonders am Samstag erreicht die warme Strömung ihren Höhepunkt, explizit auf das Wochenende bezogen.
Freundliches Wochenende mit einzelnen Wolken
Der Freitag zeigt sich überwiegend freundlich. Zwar können zeitweise einige Wolkenfelder durchziehen, Niederschläge sind jedoch nicht zu erwarten. Die Temperaturen steigen auf 15 bis 18 Grad, lokal – vor allem entlang der Mosel – sind auch bis zu 19 Grad möglich.
Am Samstagmorgen könnten sich zunächst verbreitet Nebelfelder bilden, die sich teilweise bis in den Vormittag hinein halten. Danach stellt sich meist ein Mix aus Sonne, Wolken und lokalem Nebel ein. Die Temperaturen erreichen dabei erneut frühlingshafte 16 bis 19 Grad.
Der Sonntag beginnt voraussichtlich noch recht sonnig, bevor im Tagesverlauf von Westen her mehr Wolken aufziehen. Über Frankreich können sich bereits erste Schauer und einzelne Gewitter entwickeln, Luxemburg dürfte davon aber zunächst kaum betroffen sein. Lediglich am Abend besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit für einzelne, lokale Niederschläge. Die Höchstwerte liegen zwischen 12 und 17 Grad.
Erste Anzeichen für Wetterumschwung
Die ungewöhnlich stabile und frühe Frühlingsphase dauert bereits länger als üblich. Noch vor einer Woche wurden für diese Tage einzelne Schauer berechnet, die sich letztlich jedoch nicht durchgesetzt haben. Das Hochdruckgebiet hat die möglichen Störungen bislang immer wieder nach hinten verschoben.
In den aktuellen Modellrechnungen bleibt der 8. März dennoch ein möglicher Wendepunkt. Sowohl das amerikanische GFS-Modell als auch das europäische ECMWF-Modell zeigen, dass von diesem Zeitpunkt an zunehmend atlantische Störungen in Richtung Mitteleuropa vorstoßen könnten.
Nach heutigem Stand wären ab Montag und Dienstag erste Schauer möglich, begleitet von trockenen Abschnitten. Diese wechselhafte Phase könnte sich bis etwa Donnerstag fortsetzen. Anschließend ist wieder eine sehr kurze Stabilisierung durch ein Zwischenhoch denkbar, bevor die nächsten Fronten hereinrauschen.
Mehr Regen, aber kein Winter-Comeback
Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge in der kommenden Woche zunimmt, deutet derzeit nichts auf eine Rückkehr winterlicher Verhältnisse hin. Die Temperaturen könnten zwar etwas zurückgehen, insbesondere nachts sind wieder häufiger Werte um oder unter dem Gefrierpunkt möglich. Tagsüber dürfte es jedoch meist weiterhin relativ mild bleiben.
Sollte sich der erwartete Wetterumschwung bestätigen, würde er sich vor allem durch mehr Regen, etwas stärkeren Wind und insgesamt variableres Wetter bemerkbar machen. Einzelne Modellläufe deuten zudem für die Zeit um den 14. März eine aktivere Tiefdruckphase mit möglichen Sturmböen an.
Noch besteht jedoch Unsicherheit. Erst in den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob und wie schnell sich die aktuell stabile Hochdrucklage tatsächlich auflösen kann.