Fünf Jahre Brexit

Mehr Papierkram, weniger „pork pie“: Die Schwierigkeiten beim Import britischer Waren

Vor genau fünf Jahren trat das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union aus. Die Folgen des Austritts, oft als Brexit („British exit“) bezeichnet, waren bis nach Luxemburg zu spüren. Wir sprachen mit den Besitzern des Ladens „Home from Home“, das auf Waren aus englischsprachigen Ländern spezialisiert ist.

Hier finden Zugereiste aus englischsprachigen Ländern ihre Lieblingsprodukte

Hier finden Zugereiste aus englischsprachigen Ländern ihre Lieblingsprodukte Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Lebt man längere Zeit im Ausland, sind es oft die kleinen Annehmlichkeiten des Alltags, die man aus seiner Heimat vermisst. Luxemburger tun sich zum Beispiel anderswo mit dem dortigen Senf schwer. Andere Nationalitäten kennen das gleiche Problem; italienische, portugiesische oder chinesische Lebensmittelgeschäfte zeugen davon. Der kleine Laden „Home from Home“ in Strassen hat dies Marktlücke für die englischsprachige Gemeinschaft genutzt. Seit 2017 werden dort Produkte aus Großbritannien, Irland, Schottland, Australien, Südafrika und den USA angeboten. Die Inhaber wollen die Verfügbarkeit von Produkten gewährleisten, „die wir alle von zu Hause vermissen“, heißt es auf ihrer Website. Der Brexit hatte vor allem Folgen für ihre britische Kundschaft. Zu dem Zeitpunkt lebten rund 5.800 Briten in Luxemburg. „Was sich seit dem Datum geändert hat, wollen Sie wissen? Nun, es wurde wesentlich komplizierter für uns, Warten aus Großbritannien zu bestellen“, sagt Sarah Smith, Mitinhaberin des Geschäfts. „Vor allem gibt es jetzt viel mehr Papierkram“, seufzt sie.

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