Stacheldrahtpolitik

Mehr Abschreckung durch EU-Kompromiss? So flüchten Betroffene quer durch Europa 

Die zuständigen Minister der Europäischen Union haben sich darauf geeinigt, die Asylverfahren zu verschärfen – mit der Begründung, die Reisefreiheit sichern zu wollen. Nach wie vor bevorzugen es viele Migranten, nach Großbritannien weiterzuziehen.

Mit von Stacheldraht überzogene Zäune säumen die Zufahrtsstraßen zum Hafen von Calais. Sie wurden von der britischen Regierung finanziert und sollen die Migranten davon abhalten, zu den Lastwagen und Zügen zu gelangen. 

Mit von Stacheldraht überzogene Zäune säumen die Zufahrtsstraßen zum Hafen von Calais. Sie wurden von der britischen Regierung finanziert und sollen die Migranten davon abhalten, zu den Lastwagen und Zügen zu gelangen.  Foto: Giacomo Sini

Ehsan* wollte nicht in Luxemburg bleiben. „Die Polizei sagte mir, sie würde mich nach Italien schicken“, sagt der junge iranische Kurde. „Doch dorthin wollte ich keinesfalls zurückkehren.“ In Italien hatte er vor einigen Jahren europäischen Boden betreten. Die Einwanderungsbehörde hatte ihn dort zwar registriert, aber ihm Hilfe verweigert. Er war ganz auf sich allein gestellt. Ehsan hatte sich weiter auf den Weg gemacht und war nach Luxemburg gekommen. Hier hatte er eine Ausbildung absolviert.

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