LIST

Luxemburgs neues Supermikroskop – „Wir können sogar einzelne Atome erkennen“

Das leistungsstärkste Mikroskop Luxemburgs ist vor wenigen Monaten am Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST) in Belval in Betrieb gegangen. Mit dem 1,5 Millionen Euro teuren Gerät können die Forscher bis auf die Ebene einzelner Atome blicken. 

Nathalie Valle (r.) und Adrian-Marie Philippe vor dem Transmissions-Elektronenmikroskop am LIST

Nathalie Valle (r.) und Adrian-Marie Philippe vor dem Transmissions-Elektronenmikroskop am LIST Foto: Editpress/Alain Rischard

Ein leises Surren geht von dem Gerät aus. Drei hochauflösende Bildschirme zeigen die fremdartigen Oberflächen verschiedener Proben in millionenfacher Vergrößerung. Bereits Ende 2021 lieferte ein japanischer Hersteller das 1,5 Millionen Euro teure Supermikroskop als Bausatz nach Luxemburg. Bis es im Labor des LIST in Belval zusammengebaut, getestet und justiert worden war, vergingen jedoch mehrere Monate. „Das macht deutlich, mit was für einem komplexen Gerät wir es hier zu tun haben“, sagt Nathalie Valle von der „Advanced Characterization Platform“ am LIST. Fast wirkt der gut drei Meter hohe Aufbau, als hätte Mr. Spock ihn direkt vom Raumschiff Enterprise dort hingebeamt: Metallisch schimmernde Komponenten, eingehüllt in eine strahlend weiße Verkleidung. Davor eine elegante Konsole mit silbernen Knöpfen und Reglern.

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