Jeunesse-Prozess
Luxemburger Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Gefängnis für Jugendtrainer
Von Einsicht oder Reue keine Spur, dagegen legte sich der Hauptangeklagte im Prozess um den tödlichen Zwischenfall beim Jugendtraining der Escher Jeunesse im Januar 2023 mit der Richterin an. Fazit: Der dritte Prozesstag hatte es in sich, wobei sich der wegen Totschlags beschuldigte Jugendtrainer beinah um Kopf und Kragen redete. Die Staatsanwaltschaft forderte schlussendlich wegen Totschlags 18 Jahre Gefängnis, darunter einen Teil ohne Bewährung.
Unterhalb des Trainingskomplexes kam es am 20. Januar 2023 zum Gewaltexzess mit tödlichen Folgen für einen Asylbewerber Foto: Philip Michel
Am dritten Prozesstag um den tödlichen Zwischenfall beim Jugendtraining des Fußball-Rekordmeisters Jeunesse Esch ging es am Donnerstag ans Eingemachte. Nachdem die Zeugenaussagen am Vortag noch wenig Licht ins Dunkle gebracht hatten, schilderten der wegen Totschlags angeklagte Jugendtrainer L. und Spielervater D. ihre Sicht der Dinge. Dabei musste der Prozess auf Bitte von L.s Anwalt Mioli kurzzeitig unterbrochen werden, damit er einige klärende Worte mit seinem Mandanten wechseln und dieser sich endlich beruhigen konnte.