Tourismus

Luxemburg bleibt beliebt bei Reisenden, vor allem für seine Wander- und Fahrradwege

Mit regionalen Produkten, neuen Wanderwegen und wachsendem Fahrradtourismus startet Luxemburg in die Tourismussaison – und zieht zugleich eine positive Bilanz für 2025.

Tourismusminister Eric Thill spricht begeistert über Urlaub in Luxemburg – „Lëtzebuerg, dat ass Vakanz!“

„Lëtzebuerg, dat ass Vakanz!“, davon ist Tourismusminister Eric Thill natürlich überzeugt Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Luxemburg ist und bleibt eine beliebte Feriendestination – vor allem für den Nah- und Inlandstourismus. Zu diesem Fazit kommt Tourismusminister Eric Thill bei der Pressekonferenz von „Lëtzebuerg, dat ass Vakanz!“ am Freitagmorgen im großen Zelt auf der place d’Armes. An diesem Wochenende können sich Besucher an verschiedenen Ständen der Tourist Offices über das regionale Angebot informieren – zugleich ist es der offizielle Startschuss der Tourismussaison.

Auch kulinarisch hat das Event einiges zu bieten: Denn die diesjährige Kampagne steht ganz im Zeichen der „Luxemburger Produkte“. Von Gin bis hin zu verschiedenen Senfsorten können sich Besucher durchprobieren. Der Fokus auf lokale Spezialitäten soll sich durch die gesamte Tourismussaison ziehen. Geplant ist unter anderem den Touristen Besuche auf regionalen Märkten, kulinarische Wanderungen, Abstecher zu pädagogischen Bauernhöfen sowie Führungen bei lokalen Produzenten wie Weingütern zu empfehlen. Auch das lokale Handwerk soll stärker in den Vordergrund rücken – und sich entsprechend in den Werbevideos der kommenden Monate widerspiegeln.

Ein Blick in die Broschüren der Tourist Offices zeigt zudem, dass sich ein großer Trend der vergangenen Jahre fortsetzt: Im Mittelpunkt stehen weiterhin Luxemburgs Wander- und Fahrradwege. In diesen Bereich soll auch künftig verstärkt investiert werden. So kündigte Thill an, dass zusätzlich zu den fünf bestehenden vier weitere Comfort-Wanderwege entstehen sollen – in Monnerich, Junglinster, Mondorf und Remerschen. Diese Wege sollen inklusiv gestaltet sein und sowohl Familien mit Kinderwagen als auch Menschen mit Beeinträchtigungen offenstehen.

Auch im Bereich Mountainbiking gibt es Neuerungen: Im Ösling werden derzeit die Strecken neu ausgeschildert, während im Minett ein Mountainbike-Trailpark geplant ist. Zudem soll das Rennen „Eislek Gravel Luxembourg“ am 21. Juni zum zweiten Mal stattfinden, nachdem die Premiere 2025 auf großes Interesse gestoßen war.

Informationsbroschüren an Ständen der Tourist Offices für Urlaubstipps und Sehenswürdigkeiten kostenlos erhältlich

Viele Informationsbroschüren kann man bei den Ständen der Tourist Offices abholen Foto: Editpress/Hervé Montaigu

„Vëlosummer“ und „Guide for one day“

Fortschritte gibt es, so Thill, auch bei der Beschilderung der Fahrradwege. Dies sei entscheidend, um das Netz weiter auszubauen und mehr Menschen für das Fahrrad zu begeistern. Außerdem kündigte der Minister an, dass der „Vëlosummer“ vom 18. Juli bis zum 16. August stattfinden wird. Bei der siebten Ausgabe will man den Rekord des Vorjahres von 43.000 Teilnehmern auf 14 Touren übertreffen. Die genauen Strecken werden in den kommenden Wochen vorgestellt. Einen kleinen Vorgeschmack gab es bereits: Auch in diesem Jahr wartet ein gelbes Trikot („Maillot jaune“) auf diejenigen, die alle Strecken erfolgreich absolvieren.

Zurück ist auch der „Guide for one day“. Freiwillige können sich ab sofort auf der Webseite guideforoneday.lu anmelden. Ob in der Hauptstadt, ihrem Umland oder in den einzelnen Regionen des Landes – Interessierte haben die Möglichkeit, anderen ihre Lieblingsorte im Rahmen kleiner Wanderungen näherzubringen. Auch hier liegt der Fokus vor allem auf Luxemburger Produkten.

Neben dem Ausblick auf die kommende Saison zog Thill auch eine „vielversprechende“ Bilanz für 2025. Die Tourismussaison beginne zunehmend früher und ende später. Gleichzeitig zeige sich ein klarer Trend zu häufigeren, aber kürzeren Aufenthalten – wobei viele Reisende gezielt Nahurlaube in der Region wählen.

Insgesamt habe sich der Tourismussektor in Luxemburg auf hohem Niveau stabilisiert. Die Zahl der Übernachtungen sei um zwei bis drei Prozent gestiegen, während bei den Tagesbesuchern aus dem Ausland ein Plus von elf Prozent verzeichnet wurde. Besonders deutlich sei der Zuwachs bei Gästen aus Deutschland und Belgien. Auch Freizeitangebote konnten um acht Prozent zulegen.

Kurz ging Thill zudem auf das neue Beherbergungsformular ein, das für alle Gäste ab 15 Jahren ausgefüllt werden muss. Es soll eine genauere statistische Erfassung ermöglichen und zugleich die Sicherheit erhöhen. Die erhobenen persönlichen Daten werden für sechs Monate gespeichert und können unter anderem von Polizei und Geheimdienst für Ermittlungen genutzt werden. Bei der Verabschiedung des Gesetzes hatte es jedoch deutliche Kritik wegen möglicher Datenschutzprobleme gegeben.

Luxemburger Produkte im Zelt auf dem Place d'Armes, Entdeckung lokaler Spezialitäten am Wochenende

Noch das ganze Wochenende kann man im Zelt auf dem place d‘Armes Luxemburger Produkte für sich entdecken Foto: Editpress/Hervé Montaigu

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