Kultur-News

Luxembourg City Film Festival bricht Rekord und Luxemburger Jazz in Bremen

Wie lief das Luxembourg City Film Festival 2026? Was hat Lille mit Esch zu tun? Und wie geht es weiter mit der Villa Louvigny? Diese und andere ausgewählte Kultur-News im „Häppchen“-Format.

Ausgewählte Kultur-News auf einen Blick

Ausgewählte Kultur-News auf einen Blick Quelle: Pexels

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Menschen besuchten das Luxembourg City Film Festival 2026 insgesamt –ein Rekord für das Festival, das dieses Jahr seine 17. Ausgabe feierte und am 14. März endete


RESIDENZ Charles Vinz und Gabriel Folli treffen aufeinander

Was verbindet Lille mit Esch? Nicht nur eine Städtepartnerschaft, sondern auch ein Residenzprogramm für Kunstschaffende aus Luxemburg und Frankreich. Das Projekt wird vom Escher „Bridderhaus“ und von „La malterie des arts visuels“ aus Lille getragen. 2026 fiel die Wahl auf den Luxemburger Charles Vinz (siehe Foto) und den Franzosen Gabriel Folli: Die beiden erhalten Zeit für Recherche und Kreation – in Esch und in Lille. Vinz, Co-Präsident der „Association des artistes plasticiens du Luxembourg“, ist unter anderem für seine grafischen Reportagen zu sozialen Themen bekannt. 2025 veröffentlichte er gemeinsam mit Jessica Lopes das Buch „Temps de trajet“ (Point Nemo Publishing), das die Lebensrealität von Pendler*innen in Luxemburg thematisiert. Folli verbindet in seiner visuellen Kunst persönliche Erzählungen mit historischem Material.

Wurde für ein Residenzprogramm zwischen Esch und Lille ausgewählt: der Luxemburger Künstler Charles Vinz

Wurde für ein Residenzprogramm zwischen Esch und Lille ausgewählt: der Luxemburger Künstler Charles Vinz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Entscheidung fällte eine Jury. Für das „Bridderhaus“ beteiligten sich Josée Hansen, Clément Minighetti, Charlotte Masse und Christian Mosar an der Auswahlprozedur; für „La malterie des arts visuels“ waren es Elisabeth Bérard, Ninon Duhamel, Camille Martel und Grégoire Prangé. Im Rahmen der Residenz sind zwei öffentliche Events geplant - am 27. Juni in Lille und am 5. Juli in Esch. Weitere Infos gibt es unter anderem auf bridderhaus.lu.


BÜHNE Worauf es beim Welttag des Theaters für junges Publikum ankommt

Take children and young people to the performing arts or take the arts to them, make sure they have access to art made for and with and by them

Sue Giles

Präsidentin von ASSISTEJ International, dem Dachverband für Kinder- und Jugendtheater

Am 20. März findet jährlich der Welttag des Theaters für junges Publikum statt. Er wurde 2001 von der Vereinigung ASSISTEJ intiiert. Der Verband hat seit 2020 einen Ableger in Luxemburg – und der schließt sich den Feierlichkeiten an. Das diesjährige Motto lautet „Kinderrechte in Szene setzen – heute und jeden Tag“. Ein Verweis darauf, dass der Zugang zu Kultur ein Menschenrecht ist, das auch für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft gilt. In Luxemburg fließen die Veranstaltungen rund um den Welttag in die nationalen „Bünendeeg“ ein (siehe Tageblatt-Ausgabe vom 14. März). Noch bis zum 25. März gibt es unter anderem Vorstellungen für alle Altersgruppen und Workshops zu entdecken. Das Programm ist auf theater.lu einsehbar. Nächste Woche kommt es außerdem zur Auslosung bei der fünften Auflage von „Krop dir en Atelier“, einem Wettbewerb, bei dem es 50 kostenfreie Kunstateliers für Schulklassen im „Fondamental“ sowie im „Secondaire“ zu gewinnen gibt. Bis Redaktionsschluss haben sich über 700 Lehrkräfte beworben. Mehr Infos: assitej.lu.


FESTIVAL Wer Luxemburg beim „Jazzhead!“ in Bremen vertritt

Es ist das fünfte Jahr in Folge, in dem sich die Luxemburger Jazz-Szene am Festival „Jazzhead!“ (22. bis 25. April) in Bremen beteiligt. Bei der 20. Auflage ist Luxemburg durch den Stand „Jazz from Luxembourg“ vertreten. Hinzu kommt die erste „Clubnight“ (24. April, 20 Uhr, Tor 40), organisiert von Kultur|lx. Veda and the String Quartet, Arthur Possing feat. Joel Rabesolo sowie Singülar – vorab präsentiert das Trio um Pascal Schumacher am 27. März (ab 20 Uhr) im Düdelinger Zentrum „opderschmelz“ sein neues Album – erhalten dort die Gelegenheit, einem internationalen Publikum ihre Musik zu präsentieren. Ihrer Beteiligung ging eine öffentliche Ausschreibung voran. Das Fachpublikum setzt sich beim „Jazzhead!“ jährlich aus rund 3.000 Personen aus 60 Ländern zusammen, so Kultur|lx in einer Pressemitteilung.


POLITIK Wie es um die Villa Louvigny und ihre Geister steht

In der „Heure d’actualité“ der Abgeordnetenkammer stellte Corinne Cahen (DP) am Mittwoch Fragen an ihren Parteikollegen und Kulturminister Eric Thill. Sie erkundigte sich nach dem Verbleib der immersiven Ausstellung „Ghosts of the Villa“ zur Geschichte von Radio Luxembourg in der Villa Louvigny. Cahen lobte die Schau der Geschichtswissenschaftlerin Dominique Santana, genauso wie Thill. Doch bleibt sie nach Ende der Laufzeit (3. April) erhalten? „Wir sind dabei, gemeinsam mit den Produzenten nach Möglichkeiten zu suchen“, so der Kulturminister. „Das Interesse besteht auf allen Seiten. Es bleiben finanzielle Details zu klären.“ Auf die Frage, wie weit die Pläne zum Umbau der Villa Louvigny vorangeschritten seien, antwortete er: „Wir befinden uns auf der letzten Zielgeraden und planen, vor dem Sommer ein entsprechendes Gesetzesprojekt vorzulegen.“ Die Renovierung soll unter anderem Arbeitsräume für Kulturschaffende und Dachverbände aus dem Sektor schaffen. Der Abschluss der Arbeiten sei für 2031 vorgesehen, sagte Thill.


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