Esch
Letzter Gemeinderat für Henri Hinterscheid: Von „Téitschen“ und „Carcassen“
Die Gemeinderatssitzung vom Freitag war seine letzte. Henri Hinterscheid (LSAP) zieht sich aus der Lokalpolitik zurück. Nach 20 Jahren im Gemeinderat, davon 15 als Schöffe. Der heute 66-Jährige war demnach in den letzten beiden Jahrzehnten maßgeblich an der Entwicklung von Esch beteiligt.
Hinterscheid ist überzeugt, dass sich seine Partei verjüngen muss, weshalb er nun Platz macht Foto: Editpress/Julien Garroy
„Mäi Papp huet ëmmer gesot: Et kann een nokucken, mee et kann ee sech och engagéieren.“ Diesen Satz hat Henri Hinterscheid nicht vergessen. Sein Vater, der 2017 verstorbene Gewerkschaftsführer Mathias, alias Mett, zeigte dem Sohn den Weg. Auch wenn sie politisch nicht immer einer Meinung waren, wie Henri Hinterscheid betont. Jedenfalls wollte er sich engagieren, was auch an den gesellschaftlich aufregenden Zeiten Anfang der 1970er lag. Die 68er-Bewegung schwappte mit etwas Verspätung übers Land über und die Jugend lehnte sich gegen den Luxemburger Erzkonservatismus auf. Da er die KPL nicht als demokratische Linke sah, führte ihn der Weg zur LSAP, den damals linken Flügel der 1971 gespaltenen sozialistischen Partei.