Kinder- und Jugendbücher
Lesegewohnheiten im Wandel: Das „Bicherhaischen“ in Senningen besteht seit 20 Jahren
Das „Bicherhaischen“ in Senningen existiert seit 20 Jahren. Die Besitzerin erzählt dem Tageblatt, wie sich das Leseverhalten der Jugendlichen verändert hat. Und warum sie manchmal Psychologin sein muss.
Laurence Hilger-Weber führt das „Bicherhaischen“ seit fast 20 Jahren Foto: Editpress/Claude Lenert
Die Lesekompetenz der Jugendlichen verschlechtert sich. Diese Entwicklung sieht auch Laurence Hilger-Weber, 48, bei sich im Kinder- und Jugendbuchladen „Bicherhaischen“ in Senningen seit fast 20 Jahren.
„Dicke Bücher mit wenigen Bildern schrecken ab“, sagt Laurence Hilger-Weber im Gespräch mit dem Tageblatt. „Dabei gibt es im Lesealter ab zehn Jahren so tolle Schmöker – diese verkaufen sich kaum noch.“ Vor allem bei den Kindern ab zwölf Jahren bemerkt sie ein sinkendes Interesse am Lesen. „Das ist erschreckend. Das Regal für Jugendbücher zieht kaum noch Kunden an.“