Neues Album

Leidenschaft in jeder Fingerkuppe: Cathy Krier spielt Ligeti

Die luxemburgische Pianistin Cathy Krier hat soeben ihre neueste CD herausgebracht. Und verlässt damit wieder einmal ausgetretene Pfade. Ihre Gesamtaufnahme der „Etudes pour Piano“ von György Ligeti ist der wohl bekanntesten Aufnahme von Pierre-Laurent Aimard, entstanden anlässlich des Ligeti Project der Firma Teldec, diametral gegenübergestellt.

Auf ihrem neuen Album verlässt die Luxemburger Pianistin Cathy Krier ausgetretene Pfade

Auf ihrem neuen Album verlässt die Luxemburger Pianistin Cathy Krier ausgetretene Pfade

Aimard, der überragende Analytiker und Vertreter der neuen, klaren Linie, geht Ligeti kühl, objektiv und mit interpretatorischer Distanz an, Cathy Krier dagegen begeistert den Hörer regelrecht mit ihrer unbändigen Leidenschaft, die den drei kurzen, aber intensiven Zyklen neues Leben einhaucht. Cathy Krier hat Freude an Ligetis Musik und spielt sie mit der Selbstverständlichkeit, wie man sonst nur die virtuosen Stücke von Chopin oder Liszt spielt. Schnörkellos und direkt wirken diese „Etudes“, die Steigerungen werden mit Elan genommen, die Spannung ist in jedem Takt präsent. Und es ist gerade diese Schnörkellosigkeit, die den Hörer permanent in ihren Bann zieht, und das während fast einer Stunde.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Meisterwerke der Filmgeschichte

Eric Rohmers „Le Rayon vert“ und der Zauber des Alltäglichen