Modedroge

Lachgas: Neuer Trend „explodiert“ in Luxemburg

Vierminütiges High auf Knopfdruck: Immer mehr Jugendliche greifen auf die Party-Droge Lachgas zurück. Der Konsum bereitet dem Gesundheitsministerium hierzulande noch keine Sorgen – obwohl sich die Indizien auf einen merklich ansteigenden Konsum verdichten.

Lachgasflaschen im Container bei der „SuperDrecksKëscht“

Lachgasflaschen im Container bei der „SuperDrecksKëscht“ Foto: SuperDrecksKëscht

Lachgas ist im Ausland bereits länger als Modedroge besonders bei Jugendlichen beliebt. Und auch in Luxemburg scheint sich der Trend langsam zu entwickeln. Das legen Zahlen der „SuperDrecksKëscht“ nahe: 2021 war die Menge an Lachgasflaschen noch zu gering, um überhaupt erfasst zu werden, 2022 waren es dann 93,5 Kilo, zwei Jahre später bereits 6,26 Tonnen – ein erheblicher Anstieg. „Der Lachgas-Konsum existiert in Luxemburg, ist aber nicht so akut wie in anderen Ländern“, sagt Dr. Alain Origer, Drogenkoordinator beim Gesundheitsministerium, auf Tageblatt-Nachfrage. Während die Gesundheitsbehörden in Luxemburg noch vorsichtig mit der möglichen Partydroge umgehen, haben Großbritannien, die Niederlande, Dänemark und die Schweiz den Besitz und Verkauf von Lachgas bereits verboten. In den Niederlanden und Großbritannien wurde Lachgas zudem als Droge eingestuft. Im deutschen Bundesland Niedersachsen versuchen die Behörden derzeit gegen den Verkauf der Droge in Snack-Automaten vorzugehen.

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