Im Kino

„L’Inconnue“: Harari verknüpft Identität, Körper, Wahrnehmung und Philosophie

Arthur Harari macht aus einer fantastischen Körpertausch-Prämisse eine verstörende Reflexion über Identität, Geschlecht und Wahrnehmung. „L’Inconnue“ verweigert dabei einfache Erklärungen und zwingt den Zuschauer, seine Gewissheiten über Körper und Ich immer wieder neu zu überprüfen.

Die Frau, hinter der sich der Geist des Fotografen David verbirgt: die Schauspielerin Léa Seydoux in L‘Inconnue

Die Frau, hinter der sich der Geist des Fotografen David verbirgt: die Schauspielerin Léa Seydoux in „L‘Inconnue“ Quelle: imdb.com

David (Niels Schneider) ist Fotograf. Eines Morgens erwacht er im Körper einer Frau (Léa Seydoux), die er nicht kennt. Seine Erinnerungen sind geblieben, sein Gesicht, seine Stimme und sein Geschlecht nicht. Von dieser Prämisse ausgehend entwirft Arthur Harari in „L’Inconnue“ weniger einen klassischen Body-Swap-Film als eine verstörende Meditation über Identität, Wahrnehmung und die Erfahrung, im eigenen Körper fremd zu sein.

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