Kunst-Sommer hat begonnen

Kunst als Werkzeug des Wandels: „Assembling Grounds. Praktiken der Koexistenz“ im ZKM Karlsruhe

Der Kunst-Sommer hat begonnen. An diesem Wochenende finden gleich zwei Events statt, bei denen mehrere Künstler parallel ihre Werke zeigen. Zehn Jahre Fuelbox mit mehr als 50 Akteuren und ein Skulpturensymposium mit fünf Teilnehmern. Auf die Vielseitigkeit beider Veranstaltungen werden wir zurückkommen, doch blicken wir heute nach Karlsruhe. Das ZKM wirft nicht die Frage nach der Freiheit der Kunst auf, sondern zeigt, wie Kunst „ein gerechteres Zusammenleben fördern kann“.

Saatgut als politische Parabel: „Farmers of the forest“ (2024) von Abhijit Patil

Saatgut als politische Parabel: „Farmers of the forest“ (2024) von Abhijit Patil Foto: Abhijit Patil

Unsere Welt gibt derzeit kein gutes Bild ab. Krisen, Kriege zwischen Staaten und/oder Gemeinschaften, Religionsfehden und Bürgerkriege sowie ganz normaler Zerstörungswahn der Natur, prägen derzeit den Alltag. Manche Zeitgenossen mögen schon nicht mehr hinschauen, denn neben der ach so grausamen Aktualität flechten bösartige Geister noch sogenannte Fake News ins Tagesinformationsgeschäft ein. Logisch, die Kunst steht nicht allein da, sie saugt all dies auf, verarbeitet dieses „Material“ und nimmt auch Stellung. Wenn die Menschheit „nichts“ oder „wenig“ aus dem gelernt hat, was man als „Geschichte“ bezeichnen kann, so wundert es nicht, dass die Frage nach der „Rolle“ der Kunst aufgeworfen wird, nicht nur im einzelnen Schaffen der Künstlerinnen und Künstler, auch in der Vermittlung der Kunst.

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