Gemeinderatssitzung
Kayl-Tetingen: Das kostbare Nass wird noch kostbarer
Die Einwohner von Kayl-Tetingen erwartet zu Jahresbeginn eine kräftige Preiserhöhung beim Wasser. Die neuen Berechnungen folgen streng dem Verursacherprinzip. Haushalte, Bauernhöfe, Betriebe, Cafés und Restaurants müssen die integralen Kosten für Beschaffung und Klärung des Wassers schultern. Zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte beschloss der Gemeinderat am Dienstag eine Erhöhung der Teuerungszulage.
Der Wasserpreis wird ab nächstem Jahr signifikant erhöht Foto: Lucien Montebrusco
Die schlechte Nachricht hatte man sich für das Ende der zweiten Gemeinderatssitzung an diesem Tag aufgehoben. Als „letzten und schlimmsten Punkt“ hatte zuvor Bürgermeister John Lorent (LSAP) die anstehende Entscheidung bezeichnet. Und sie hat es tatsächlich in sich. Seit zehn Jahren war der Wasserpreis in der Gemeinde nicht mehr angepasst worden. Nun müssen sich die Haushalte auf eine spürbare Erhöhung gefasst machen. Laut Berechnung der technischen Dienste, die sich dabei auf die Vorgaben des staatlichen Wasserwirtschaftsamtes stützen, würde sich die jährliche Wasserrechnung für einen Vier-Personen-Haushalt bei einem Verbrauch von 200 Kubikmeter um 47 Prozent erhöhen. Ein Single-Haushalt würde für 50 Kubikmeter rund 44 Prozent mehr zahlen. Saftige Erhöhungen erwarten auch die Bauernhöfe. Sie werden je nach Ausstattung und Produktionsanlagen zwischen 38 und 50 Prozent draufzahlen.