Glitzer, Playback und ganz viel Teenage Dream
Katy Perry liefert in Luxemburg eine perfekt geölte Popmaschine
Katy Perry liefert im Luxexpo Open Air eine perfekt durchinszenierte Popshow zwischen Glitzer, Nostalgie und Ohrwürmern. Trotz dominantem Playback und manch überinszeniertem Moment zeigt sich, dass guter Mainstream-Pop erstaunlich beständig sein kann.
Nach 2009 tritt der Weltstar wieder in Luxemburg auf Foto: Editpress/Georges Noesen
Kurz bevor Katy Perry die Bühne betritt, läuft auf den riesigen Leinwänden ein Video. Mit der Selfie-Kamera filmt sie sich scheinbar außer Atem auf dem Weg zum Konzert, rennt über das Gelände, entschuldigt sich fast dafür, dass die Bühne so weit entfernt sei. Es ist eine dieser bewusst inszenierten Spontaneitäten, mit denen Popstars gerne arbeiten. Man weiß, dass sie geplant ist. Und trotzdem funktioniert es irgendwie.
Wenige Sekunden später steht Perry tatsächlich auf der Bühne. Glitzernde USA-Krawatte, übergroßes weißes Hemd, in schwarzen Buchstaben: „I am not a robot“. Hinter ihr laufen muskelbepackte Bodybuilder am Venice Beach über die LED-Wände, während ihre Tänzer in überzeichneten Muskelanzügen die Choreografie aufnehmen.