Meisterwerke der Filmgeschichte
John Carpenters Low-Budget-Streifen „Assault On Precinct 13“ leistet wichtige Systemkritik
Das Tageblatt präsentiert in einer Serie Meisterwerke der Filmgeschichte, die 2026 ein Jubiläum feiern – dieses Mal „Aussault on Precinct 13“ von John Carpenter. Der US-Regisseur gilt mit seinen Action-, Horror- und Science-Fiction-Filmen als ein Meister des B-Movies.
Lieutenant Ethan Bishop (Austin Stoker), Sekretärin Leigh (Laurie Zimmer) und Napoleon Wilston (Darwin Joston) bleiben übrig Foto: IMDb
Anderson, ein Viertel in Downtown Los Angeles. Mit einer schlichten, aber umso bedrohlicher wirkenden Synthesizer-Musik nähert sich das Grauen. Eine Straßengang belagert ein Polizeirevier. Es kommt zu einer Schießerei mit unzähligen Toten. Dabei hat die Nacht für den afroamerikanischen Polizei-Lieutenant Ethan Bishop (Austin Stoker) noch ruhig begonnen. Er sollte die leergeräumte Dienststelle in der letzten Nacht vor der Schließung bewachen – ausgerechnet in Anderson, wo er einst aufgewachsen war.
Ein Gefangenentransport muss am Revier stoppen, weil einer der Sträflinge krank geworden ist. Wie es der Zufall will, tauchen Mitglieder der Gang auf, um Rache für eine Polizeiaktion am Vorabend zu nehmen, bei der sechs von ihnen erschossen wurden. Es kommt zur Belagerung. Außen befindet sich eine unbestimmte Zahl von Angreifern, die Waffen mit Schalldämpfern tragen. Im Innern des Reviers hält sich eine Gruppe von Polizisten und Sträflingen auf, die keine Hilfe herbeirufen können, denn die Strom- und Telefonleitungen sind gekappt. Während die Angreifer über scheinbar nie versiegende Munitionsvorräte verfügen, geht den Belagerten allmählich die Munition aus. Die Gruppe im Revier wird immer weiter dezimiert, bis außer Bishop nur Sekretärin Leigh (Laurie Zimmer) sowie die Sträflinge Napoleon Wilson (Darwin Joston) und Wells (Tony Burton) übrig sind.