Direktvermarktung in Luxemburg
Kameras statt Vertrauen: Wie Bauern ihre Selbstbedienungsläden vor Dieben schützen
Selbstbedienungshofläden leben vom Vertrauen ihrer Kunden. Doch Diebstähle setzen das Modell zunehmend unter Druck. Zwei Landwirte erzählen, wie sie versuchen, Offenheit und Sicherheit miteinander zu vereinbaren.
Kaufen, bezahlen, weiterfahren: Selbstbedienungshofläden funktionieren nur, wenn die Kunden ehrlich sind Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Frische Milch, Gemüse, Obst oder andere landwirtschaftliche Produkte direkt vom Hof kaufen. Das Geld in eine Klasse legen. Weiterfahren. Auf zahlreichen Bauernhöfen in Luxemburg besteht dieses Prinzip seit Jahren – und das Ganze ohne Verkaufspersonal. Diese Hofläden mit Selbstbedienung beruhen auf nur einem Grundsatz: Ehrlichkeit.
Direktvermarktung ist in Luxemburg verbreitet. Laut dem „Service de l’économie rurale“ (SER) betrieben im Jahr 2021 rund 18 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe – inklusive Winzer – Direktverkauf. Knapp 100 führten einen Hofladen, zwölf einen Automaten. Wie viele Hofläden tatsächlich auf Selbstbedienung beruhen, lagen dem Landwirtschaftsministerium jedoch nicht vor.