Heinerscheid
Justiz ermittelt gegen zwei mutmaßliche Drogendealer, Tontechnik beschlagnahmt
Illegaler Rave im Naturschutzgebiet: Nach der Party bei Heinerscheid ermittelt die Justiz wegen Drogen- und Umweltvergehen.
Die Polizei hat die Veranstaltung am Samstag aufgelöst Symbolfoto: Editpress/Alain Rischard
Nach der illegalen Rave-Party mit rund 500 Teilnehmern bei Heinerscheid ermittelt die Staatsanwaltschaft Diekirch gegen die mutmaßlichen Veranstalter. Das nicht gemeldete Event fand in einem geschützten Natura-2000-Gebiet statt, weshalb die Staatsanwaltschaft die professionellen Tonanlagen sowie mehrere Transportfahrzeuge beschlagnahmen ließ.
Zwei Personen wurden wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel und -handel festgenommen. Beide wurden einem Untersuchungsrichter am Bezirksgericht Diekirch vorgeführt und sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Insgesamt nahm die Polizei 19 Personen vorübergehend in Gewahrsam, zwei wurden wegen Rebellion angezeigt.
Die Veranstaltung war am Samstagabend von der Polizei aufgelöst worden, nachdem Anwohner bereits am Freitag zahlreiche Fahrzeuge im Waldgebiet gemeldet hatten. Die Räumung war gegen 22 Uhr abgeschlossen, nachdem 90 Einsatzkräfte die verbliebenen Gäste zum Verlassen des Areals aufgefordert hatten. Mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden festgestellt. (Red.)