Justiz
Roberto Traversini wird in erster Instanz verurteilt
Der ehemalige Differdinger Bürgermeister Roberto Traversini (Grüne) wurde am Donnerstagmorgen wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten in der Gemeindeverwaltung sowie im Zusammenhang mit der Beschäftigungsinitiative CIGL in erster Instanz verurteilt.
Roberto Traversini im Palais de Justice Foto: Editpress/Alain Rischard
Der frühere Differdinger Bürgermeister und ehemalige Abgeordnete Roberto Traversini ist am Donnerstagmorgen in erster Instanz verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn in den Hauptanklagepunkten schuldig. Es verurteilte Traversini zu drei Jahren auf Bewährung, 10.000 Euro Geldstrafe und die Aberkennung der zivilen und politischen Rechte. Die Lebensgefährtin Traversinis wurde zu 5.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Ein dritter Beschuldigter, ein Gemeindebeamter, wurde hingegen freigesprochen.
Traversini, früher Politiker von „déi gréng“, waren vor Gericht mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in der Gemeindeverwaltung sowie im Zusammenhang mit der Beschäftigungsinitiative CIGL vorgeworfen worden.
Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft auf Bewährung, eine Geldstrafe sowie die Aberkennung politischer und ziviler Rechte gefordert. Die Anklage vertrat die Auffassung, Traversini habe seine Mandate missbraucht, um persönliche Interessen durchzusetzen.
Die Verteidigung wies die Vorwürfe zurück. Traversinis Anwalt Rosario Grasso hatte erklärt, sein Mandant habe stets im öffentlichen Interesse gehandelt. Er forderte eine Aussetzung des Urteils oder alternativ eine Verurteilung zu gemeinnütziger Arbeit.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Alle Parteien haben 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen.