Tödlicher Zwischenfall in Esch
Jugendtrainer weiter in U-Haft, Polizei war schon vorher vor Ort
Zwei Wochen sind seit dem tödlichen Zwischenfall beim U13-Training des Fußball-Rekordmeisters Jeunesse Esch vergangen. Neue Informationen von offizieller Seite gibt es kaum. Sehr zum Ärger des Vereins.
Hier spielte sich vor zwei Wochen das Drama beim U13-Training des Fußball-Rekordmeisters Jeunesse Esch ab Foto: Editpress/Julien Garroy
Was ist am Abend des 20. Januar auf dem Trainingskomplex der Escher Jeunesse in der Hiehl wirklich geschehen? Diese Frage ist auch zwei Wochen nach dem Zwischenfall, der einem Menschen das Leben kostete, nicht beantwortet. Und wird es allen Anschein nach auch in naher Zukunft nicht sein. Beim Verein wünscht man sich jedenfalls Klarheit, um endlich wieder in Ruhe arbeiten zu können. „Als Anwalt weiß ich natürlich, wie wichtig das Untersuchungsgeheimnis ist, aber man muss auch abwägen, inwiefern eine solche Affäre ins öffentliche Leben eingreift“, sagt Jeunesse-Präsident Marc Theisen. Im Verein gebe es inzwischen zwei Strömungen. Diejenigen, die den in U-Haft sitzenden Jugendtrainer für eine Person halten, die größeres Unheil abwenden konnte. Und auf der anderen Seite diejenigen, die dies vorsichtiger bewerten. Das sorge für Spannungen. Man versuche zwar die Wogen zu glätten, doch die Gefahr, dass Eltern und ihre Kinder sich vom Verein abwenden, sei reell, so Theisen.