Vor 120 Jahren

Johann Gudden aus Bartringen war Luxemburgs erster Verkehrstoter

Heute vor 120 Jahren gab es den ersten Verkehrstoten auf Luxemburgs Straßen. Der Gutsbesitzer Johann Gudden starb wenige Tage nach einem Zwischenfall auf der heutigen N5, der route de Longwy zwischen Dippach und Bartringen. Die Umstände waren aus heutiger Sicht skurril.  

Hier (rechtes Bild) ereignete sich vor 120 Jahren der erste tödliche Verkehrsunfall mit einem Automobil in Luxemburg. Hinter der Hecke rechts befindet sich der Findelserhaff, der an der N5 zwischen Dippach und Bartringen liegt. Auf dem linken Bild ist der Benz Velo zu sehen – das erste in Luxemburg angemeldete Automobil.

Hier (rechtes Bild) ereignete sich vor 120 Jahren der erste tödliche Verkehrsunfall mit einem Automobil in Luxemburg. Hinter der Hecke rechts befindet sich der Findelserhaff, der an der N5 zwischen Dippach und Bartringen liegt. Auf dem linken Bild ist der Benz Velo zu sehen – das erste in Luxemburg angemeldete Automobil. Foto: Editpress-Archiv/Julien Garroy/Archiv Camille Aschman

Es war eine Blutvergiftung, die Johann Gudden wenige Tage nach dem tragischen Vorfall auf der heutigen N5 zwischen Dippach und Bartringen das Leben kostete. Gudden war auf seinem Karren längs der Landstraße unterwegs und wurde schlussendlich Opfer zweier Autofahrer. Es war nicht so, dass es zu einem Zusammenstoß kam, vielmehr war das Pferd des Gutsbesitzers wegen der vorbeifahrenden Fahrzeuge scheu geworden. Konsequenz: Johann Guddens Bein wurde vom Rad des Automobils überfahren, was zu einer fatalen Blutvergiftung führen sollte. Es ist davon auszugehen, dass der Gutsbesitzer das erste Verkehrsopfer auf Luxemburgs Straßen im Zusammenhang mit einem Automobil war. Jedenfalls folgte die erste Erwähnung eines tödlichen Verkehrsunfalls mit motorisierten Gefährten in der Presse. Der Zwischenfall ereignete sich heute vor 120 Jahren, am 11. Juni 1904. 

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