Ausstellung von La Queerdom

Jenseits von Glitzer und Glamour: Drag als Kunst des Widerstands

Drag wird häufig mit Queens verbunden. Mit Glitzer und Drama, aufwendig gestylten Perücken und unendlich langen Wimpern. Kings, Fantasiewesen und Monster? Kaum präsent, in Luxemburg bislang inexistent. Einblicke in eine Welt jenseits des Drag-Mainstreams.

Eines der Gruppenfotos im Rainbow Center: Zu sehen sind Mitglieder von La Queerdom

Eines der Gruppenfotos im Rainbow Center: Zu sehen sind Mitglieder von La Queerdom Foto: Laura Giacomini

Wenn Eros mit Kunstblut oder Teufelshörnern auftritt, ist man weit entfernt vom klassischen Bild, das Massenmedien von Drag vermitteln. Drag – diese Kunstform, die sich im weiten Sinne durch eine übertriebene oder auf die Spitze getriebene Inszenierung von Genderrollen auszeichnet – wird in Luxemburg und auch weltweit meistens mit männlich gelesenen Personen verbunden, die bei Auftritten in eine feminine Rolle schlüpfen. Sehr oft handelt es sich um homosexuelle Cis-Männer. Ob lokale Shows oder Franchises wie der beliebte US-amerikanische Wettbewerb „RuPaul’s Drag Race“, die Dragqueens begeistern und polarisieren zugleich und sind im Mainstream angekommen. Dagegen führen Dragkings, das männlich gelesene Pendant, aber auch beispielsweise Queens, deren Erscheinung von den genannten Attributen abweicht, ein Schattendasein.

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