Hommage
Jay Schiltz: Taktgeber mit Posaune und Tinte
Der Titel des Abends war Programm: „Méi wéi Béierdeckels-Gespréicher“. Im Kulturzentrum von Steinfort wurde Jay Schiltz gedacht – dem Journalisten, Autor, Kabarettisten und Musiker. Dessen Stimme fehlt, verstummt aber ist sie nicht. Eine lebendige Hommage an einen wachen Geist.
Die Hommage an Jay Schiltz „Méi wéi Béierdeckels-Gespréicher“ war an beiden Abenden ausverkauft Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Es ist eigenartig, berührend eigenartig: Ein paar Worte zur Begrüßung reichen – nach all den Jahren – und da ist er wieder. Diese Stimme. Markant, eindringlich, unvergessen. Jay Schiltz. Plötzlich steht er im Raum, im Kulturzentrum „Al Schmelz“ in Steinfort, seiner Heimatstadt. Er ist mitten im Publikum, bei „seinen“ Musikern, bei den Weggefährten hinter der Bühne und an der Bar. Ein Abend zu seinen Ehren. Kein Denkmal – ein lebendiger, bunter Abend. Wie sollte es auch anders sein? Schiltz – nie nur ernst, nie nur nachdenklich, sondern immer ganz Mensch.