Deutsch-amerikanische Spiegelungen

Iris Hanikas „Echos Kammern“ gewinnt Preis der Leipziger Buchmesse 2021

Gentrifizierung, Sprache und Begehren – Iris Hanika verflechtet in diesem eigensinnigen und komplexen Roman verschiedenste Themen auf ebenso kunstvolle wie witzige Weise. Gelegentlich lässt einen „Echos Kammern“ ratlos zurück, was einen von der Lektüre aber nicht abhalten sollte.

Iris Hanika (M.), Schriftstellerin, bedankt sich in einer Videokonferenz nach dem Erhalt des Preises der Leipziger Buchmesse unter anderem bei den Mitgliedern der Jury

Iris Hanika (M.), Schriftstellerin, bedankt sich in einer Videokonferenz nach dem Erhalt des Preises der Leipziger Buchmesse unter anderem bei den Mitgliedern der Jury Foto: dpa/Jan Woitas

„Echos Kammern“ ist – möchte man diesen leicht barocken Roman auf eine einfache Formel herunterbrechen, was ihn natürlich sofort verfälschen würde – eine Neuerzählung des Mythos von Echo und Narziss, die die Echos so sehr multipliziert, dass man irgendwann nicht mehr weiß, wer hier Echo und wer Narziss ist und wie viele es davon überhaupt gibt. Vordergründig erzählt Iris Hanika in der ersten Hälfte die Geschichte von Sophonisbe, einer Dichterin mittleren Alters, deren Erfolge bereits etwas zurückliegen.

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