Atlantische Tiefs übernehmen
In Luxemburg wird das Wetter am Wochenende deutlich ungemütlicher
Atlantische Tiefdruckgebiete gewinnen zunehmend Einfluss und bringen über das Wochenende deutlich wechselhaftere Bedingungen. Neben kräftigem Regen und auffrischendem Wind könnten lokal sogar wieder ein paar Schneeflocken auftreten.
Zum Wochenende kann sich der März örtlich noch mal winterlich zeigen Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Die vergangenen Wochen waren von stabilem Hochdruck geprägt. Dieser blockierte lange Zeit die en Tiefdruckgebiete und sorgte für viel Sonne sowie ungewöhnlich milde Temperaturen.
Doch bereits in dieser Woche zogen zwei schwächere Kaltfronten über Luxemburg hinweg. Sie markierten den Beginn einer neuen, variableren Westwetterlage. Eine weitere und deutlich markantere Front wird am Freitag erwartet. Mit dieser Umstellung gelangen nach und nach kühlere Luftmassen aus dem hohen Norden nach Mitteleuropa – der Winter ist also immer noch nicht mit uns fertig.
Kräftige Kaltfront am Freitag
Der Freitag beginnt zunächst mit zunehmender Bewölkung. Spätestens gegen Mittag erreicht Luxemburg aus westlicher Richtung eine ausgeprägte Kaltfront. Sie bringt verbreitet Regen und kann innerhalb dieses Niederschlagsgebiets auch teils kräftige Schauer ausbilden. Vereinzelt sind Graupel und sogar einzelne Blitzentladungen nicht ausgeschlossen, doch vor allem der Wind spielt dabei eine Rolle: Böen zwischen 40 und 60 km/h sind wahrscheinlich, lokal könnten diese Werte leicht übertroffen werden.
Auch größere Regenmengen stehen zur Option: In der Zeitspanne von Freitagvormittag bis Samstagvormittag sind zwischen 20 und 25 l/m² in den Spitzen denkbar, örtliche 30 sind nicht ausgeschlossen. Der Durchgang dieser Front dürfte damit der ungemütlichste Abschnitt des Wochenendes werden.
Schneeschauer in hohen Lagen möglich
Hinter der Kaltfront strömt deutlich kühlere Luft ein. In Kombination mit weiteren Schauern steigt in der Nacht zum Samstag die Wahrscheinlichkeit für einzelne Schnee- oder Schneeregenfälle, vor allem in den höheren Lagen des Nordens. Die Schneefallgrenze wird nach aktuellem Stand zwischen etwa 400 und 500 Metern liegen, eine nennenswerte Schneedecke ist jedoch nicht zu erwarten. Die Modelle rechnen höchstens mit bis zu 1 oder 2 Zentimetern. Doch auch ohne diese Flocken kann es abseits der Höhenlagen durch überfrierende Nässe zu glatten Fahrbahnen und Bürgersteigen kommen. Im weiteren Tagesverlauf ziehen noch einzelne Schauer durch, meist als Regen oder Schneeregen. Gegen Samstagabend stabilisiert sich das Wetter zunehmend.
Der Sonntag präsentiert sich voraussichtlich wieder ruhiger. Nach möglichem Frühnebel stellt sich ein Mix aus Sonne und Wolken ein. Größere Niederschläge werden zunächst nicht erwartet. Erst in der Nacht zum Montag könnte ein weiteres Regengebiet aufziehen.
Temperaturen gehen deutlich zurück
Mit der Kaltfront wird auch der Temperaturunterschied noch spürbarer. Am Freitag liegen die Höchstwerte zwischen 8 und 11 Grad, lokal sind bis zu 12 Grad möglich. Am Samstag werden nur noch 4 bis 8 Grad erreicht. Der Sonntag bringt mit 6 bis 10 Grad wieder leicht steigende Werte, bleibt aber deutlich kühler als in den vergangenen Wochen. Auch nachts machen sich die kühleren Luftmassen bemerkbar: Am Samstagmorgen liegen die Temperaturen zwischen -1 und 3 Grad. Die kälteste Nacht wird voraussichtlich die zum Sonntag, die Werte können örtlich auf bis um -4 Grad absinken.
Die aktuellen Wetterkarten zeigen damit einmal mehr, dass winterliche Episoden im März keineswegs ausgeschlossen sind. Selbst wenn sich danach wieder Hochdruck durchsetzen sollte, können entsprechende Wetterlagen jederzeit erneut kühlere Luft nach Mitteleuropa führen.
Ein endgültiges Ende der kalten Jahreszeit lässt sich daher noch nicht sicher bestätigen, obwohl längere winterliche Phasen zunehmend unwahrscheinlicher werden.