Theater
Im Labyrinth der Identitäten: „Alias Anastasius“ im Kapuzinertheater
Mit „Alias Anastasius“ kommt eine ausgefallene Inszenierung des Berliner Ensembles (BE) von Regisseurin Fritzi Wartenberg nach Luxemburg, aufrüttelnd und witzig. Der Bühnentext ist inspiriert von Angela Steideles Roman „In Männerkleidern“.
Hände hoch: „Alias Anastasius“ von Matter*Verse mit dem Luxemburger Max Gindorff (r.) ist diese Woche im Kapuzinertheater zu sehen Foto: Moritz Haase
Diese Geschichte ist wahr. Sie beginnt nicht chronologisch. Sie beginnt da, wo sie enden wird: mit dem Ende Catharina Margaretha Lincks. Nach einer regelrechten Odyssee, die in Fritzi Wartenbergs fulminanter Inszenierung „Alias Anastasius“ auf eine gute Stunde gestrafft ist, wird sie/er verurteilt. Und dies von einem Richter, der schnarrende Geräusche von sich gibt. Aufgebracht ist er, ist das Volk angesichts dieses einzigartigen, „unmoralischen“ Betrugsfalls, hat Linck es doch gewagt, sich als Mann zu verkleiden und sich unter einem Männernamen mit Frauen einzulassen.