„Centre thérapeutique Putscheid“
Wo Jugendliche lernen, sich selbst besser zu verstehen
Als Nadine (19, Name von der Redaktion geändert) im „Centre thérapeutique Putscheid“ (CTP) ankommt, ist sie 15 Jahre alt. Ihre ambulante Psychotherapeutin hat sie dorthin überwiesen. Ein stationärer Aufenthalt dort scheint die letzte Alternative. Ein Besuch vor Ort.
Das „Centre Thérapeutique Putscheid“ (CTP) bietet Platz für bis zu 16 Jugendliche ab 12 Jahren Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Nadine heißt in Wirklichkeit anders. Zu ihrem Schutz wurde der Name geändert. Als sie in Pütscheid ankommt, geht es ihr schlecht. Angstzustände und Panikattacken mit Schweißausbrüchen, Herzrasen, Zittern und Schwindel sind damals ein ständiger Begleiter und machen einen normalen Alltag unmöglich.
Sie konsumiert Alkohol und THC, verletzt sich selbst und fehlt oft in der Schule. Die ambulante Psychotherapie bringt nicht den gewünschten Erfolg. Die offene, stationäre Einrichtung im Norden ist ein letzter Versuch. Heute sagt sie: „Wenn ich das nicht gemacht hätte, wäre ich nicht da, wo ich heute bin.“