Wildschweinplage in der Gemeinde Schengen

Hungrige Tiere, frustrierte Bürger – und was nun?

Wildschweinplage. In der Gemeinde Schengen wächst der Frust. Seit Jahren suche man nach Lösungen. 2025 und Anfang dieses Jahres hätten sich die Schäden gehäuft. Aus Sicht der Gemeinde hilft kaum jemand wirksam.

Wildschweine im Garten in Schengen hinterlassen Spuren nach nächtlichem Besuch im Grünbereich

Ein Garten in der Gemeinde Schengen, nachdem eine Wildschweinrotte während der Nacht mal kurz reingeschaut hat Foto: privat

Codename: Wildschwein. Keine militärische Operation, aber geeignet als Titel eines Schriftverkehrs, der sich seit Jahren durch die Akten der Gemeinde Schengen zieht. Die Botschaft ist im Kern stets dieselbe: Rund um das Biodiversum „Haff Réimech“ sei die Wildschweinfrage zur Plage geworden, zu einer echten Belastung für die Bevölkerung. Die Gemeinde, so hieß es am Dienstag in der Gemeinderatssitzung, fühle sich mit dem Problem ziemlich allein gelassen.

Den Auftakt der Dokumente, die uns vorliegen, bilden fast gleichlautende Schreiben aus Remerschen: Am 11. Januar 2022 ersucht die Gemeinde das Umweltministerium, damals noch unter Carole Dieschbourg („déi gréng“), um eine administrative Drückjagd in der geschützten Zone Haff Réimech bei Remerschen und Wintringen. Die Begründung: sehr hohe Wildschweindichte, Verkehrsunfälle, Schäden an Kulturen und Tiere bis in Hausnähe. Ein ähnliches Schreiben geht später an Joëlle Welfring, 2023 und 2024 erneut an Serge Wilmes. Jedes Mal mit dem Hinweis, frühere Briefe seien unbeantwortet geblieben.

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