Buchtipp
„Huldrychs Ende“: eine ausgewiesene Kriminalsatire
Der Schweizer Verleger und Buchhändler Huldrych Librorius kommt während eines Besuchs in München ums Leben. Kommissarin Jana Vecera und ihr Vorgesetzter Louis Lukaschonsky übernehmen die Ermittlungen. Bald wird deutlich, dass Librorius’ Tod kein Zufall war.
Foto: Mediathoughs Verlag
Auf dem Buchumschlag von T.M. Glaws Roman „Huldrychs Ende“ prangt die Bezeichnung „Kriminalsatire“. Entsprechend groß ist darum die Neugierde eingangs der Lektüre. Denn was unterscheidet dieses Buch von den massenhaft publizierten humorigen Krimis, die bislang ganz ohne Satirewarnung auskommen mussten? Zum einen vielleicht Glaws Hang zu merkwürdigen Namen. Mag man beim Ermordeten noch an versteckte Bedeutungen denken, so verweisen die Auftritte der drei Buchkritiker Laberheim, Plaudrian und Liberschwafel eher auf die Lust des Autors an knitteligen Wortschöpfungen. Wobei da flugs von Künstlernamen die Rede ist, was wiederum den Verdacht nährt, dass T.M. Glaw literarisch gern auf solcherart doppeltem Boden unterwegs ist. Hinter dem Alias Liberschwafel verbirgt sich beispielsweise der Gastronom Georg Grundinger.