„Geschichte des amerikanischen Volkes“

Howard Zinn – Der Historiker erzählt in seinem Klassiker die Geschichte der Unterdrückten

Der Historiker und Bürgerrechtler Howard Zinn betrieb Geschichtsschreibung „von unten“, aus der Perspektive der Unterdrückten und Marginalisierten – von Indigenen, Sklaven und Minderheiten. Sein einflussreiches Hauptwerk ist längst ein Klassiker.

Das Washingtoner Capitol im Scheinwerferlicht. Howard Zinn hingegen befasste sich nicht zuletzt mit den dunklen Seiten der US-Geschichte.

Das Washingtoner Capitol im Scheinwerferlicht. Howard Zinn hingegen befasste sich nicht zuletzt mit den dunklen Seiten der US-Geschichte. Foto: Eric Lee/Getty Images via AFP

„Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.“ Der Aphorismus stammte von Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), dem Naturwissenschaftler, Schriftsteller und Meister der geistreichen Sinnsprüche. Die ersten indigenen Amerikaner, die Kolumbus sahen und in Kontakt mit Europäern kamen, waren die Arawak auf den Antillen. „Sie bieten jedem an, ihre Güter zu teilen“, schrieb Kolumbus nach der Begegnung mit ihnen in sein Logbuch. Der Genuese in spanischen Diensten brachte einige von ihnen nach Spanien. Ihr Volk wurde ausgerottet.

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