Buchrezension
„Höllenfang“: Im neunten Xavier-Kieffer-Krimi geht es um das Geschäft mit dem Fisch
Wo ein Geschäft ist, ist auch eine Moral. Im Falle der Delikatesse Lachs ist sie allerdings höchst zweifelhaft. In seinem neunten Fall deckt Xavier Kieffer, Koch und Inhaber des „Deux Eglises“ in der Oberstadt, die Machenschaften des Business auf. Seinem Freund Guy Molyneux, einem „Poissonier“, haben sie das Leben gekostet.
Mit "Höllenfang" entführt Autor Tom Hillenbrandt den Leser in die Fischbranche, zur Delikatesse Lachs Foto: Marcus Brandt/dpa
Beide Köche kennen sich aus der Ausbildung in Frankreich. Während der Bretone danach Paris Richtung Baskenland und Kalifornien verlässt, kehrt der Luxemburger in seine Heimat zurück. Xavier Kieffer hat kein Interesse an Sterneküche, sondern hält lieber die heimische Esskultur hoch.
Dabei geht es nicht nur um „Bouneschlupp“ statt Cheeseburger oder „Judd mat Gaardebounen“ statt veganem Irgendwas. In das „Deux Eglises“ geht man wegen der Atmosphäre und nicht, weil es Essen „à emporter“ anbietet. Deshalb ärgert es den Koch umso mehr, dass seine Adresse von Lieferdiensten missbraucht wird.