Serie
Historisches und architektonisches Esch (68): Die Synagoge
Die jüdische Präsenz in Esch geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Die ersten Escher Juden entstammten bis auf wenige Ausnahmen dem rheinischen Judentum. In dem noch landwirtschaftlich orientierten Esch nahmen sie als Viehhändler und Metzger eine wichtige Stellung ein.
Die Synagoge heute Foto: Christof Weber, 2015
Mit der Industrialisierung und Urbanisierung erweitert sich die Palette der von Juden in Esch ausgeübten Berufe. Man zählt Geschäftsleute, Anwälte, Ärzte, Ingenieure ... In der Zwischenkriegszeit gesellen sich jüdische Einwanderer aus Zentral- und Osteuropa zu der bereits bestehenden Gemeinde. Die Neuankömmlinge sind Kaufleute, Handwerker oder auch Arbeiter. Sie etablieren sich vielfach im Brillviertel, wo sie in der Textil- oder Lederbranche tätig sind.